"Arbeiter-Illustrierte-Zeitung"

    Aus Lexikon Drittes Reich

    (AIZ), seit 30. 11. 24 in Berlin in dem der Internationalen Arbeiterhilfe (IAH) Münzenbergs assoziierten Neuen Deutschen Verlag erscheinendes Blatt. Es war hervorgegangen aus der im Sommer 21 von der IAH gegründeten Zeitschrift "Sowjetrussland im Bild", 1923/24 "Hammer und Sichel", und erschien zweimal monatlich, seit 1. 11. 26 wöchentlich. Chefredakteur: Franz Höllering, seit 1927 Lily Corpus und Hans Lange. Konzipiert als Alternative zu den bürgerlichen Illustrierten, wollte die politisch-ideologisch der KPD verpflichtete AIZ mit Fotomontagen und -collagen Bereiche des proletarischen Lebenszusammenhangs exemplarisch erfassen und analysieren. Seit 1929 veröffentlichte Heartfield in der AIZ seine politischen Fotomontagen. Auflage 1925: 200 000, 1931: 500 000; letzte Nummer: 5. 3. 33 (Nr. 10).


    Fortsetzung im Prager Exil mit Nr. 11/12/13 vom 25. 3.; die AIZ wurde z. T. illegal in Deutschland verbreitet. Chefredakteur: F. C. Weiskopf, Auflage: 6 000-7 000. Seit Nr. 41/35 trug die AIZ den Untertitel "Illustriertes Volksblatt", seit Nr. 34/36 den Titel "Volks-Illustrierte", letzte Ausgabe: 12. 10. 38, Auflage 1936: 12 000. Der Versuch einer weiteren Fortsetzung misslang, es erschienen mit Druckort Straßburg vom 15. 1.-26. 2. 39 nur sieben Nummern unter dem Titel "Die Volks-Illustrierte/Illustré Populaire".