"Der Angriff"

    Aus Lexikon Drittes Reich

    ("Das deutsche Monatsblatt in Berlin"), seit 4. 7. 27 im gleichnamigen Verlag erscheinende Zeitung der nationalsozialistischen "Kampfpresse" und offizielles Organ von Gauleiter Goebbels mit dem Motto: "Für die Unterdrückten, gegen die Ausbeuter". Seit 1. 10. 29 erschien "Der Angriff" zweimal wöchentlich, vom 1. 11. 30 an als Tageszeitung mit dem Untertitel: "Das deutsche Abendblatt in Berlin", seit 1. 10. 32 zweimal täglich als "Der Angriff am Mittag" und als "Nacht-Angriff". Gegründet zunächst als Sammelpunkt für NSDAP-Mitglieder während des fast zweijährigen Verbots der Partei in Berlin, war "Der Angriff" auch als Massenblatt konzipiert, das in rüder und aggressiver Sprache gegen das verhasste "System" kämpfte. Antiparlamentarismus und Antisemitismus waren seine bestimmenden Tendenzen. Feste Mitarbeiter waren v. a. Parteifunktionäre, die Leitartikel wurden bis 1933 gewöhnlich von Herausgeber Goebbels verfasst und mit "Dr. G." gezeichnet; eine weitere Attraktion bildeten die politischen Karikaturen von H. Schweitzer ("Mjölnir"). Hauptschriftleiter: J. Lippert, Auflage 1927: 2 000.

    Ab 10. 5. 33 erschien "Der Angriff" als "Tageszeitung der Deutschen Arbeitsfront" im Eher-Verlag. Goebbels blieb Herausgeber, Hauptschriftleiter 1933 Karoly Kampmann, 1934-37: Hans Schwarz van Berk. Ab 19. 2. 45 erschien "Der Angriff " vereinigt mit der "Berliner illustrierten Nachtausgabe". Auflage 1939: 146 694, 1944: 306 000; letzte Nummer: 24. 4. 45