"Die Rote Fahne"

    Aus Lexikon Drittes Reich

    (ab 1920 Untertitel "Zentralorgan der Kommunistischen Partei Deutschlands/Sektion der Kommunistischen Internationale"), Berliner Tageszeitung, gegründet 1918 von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, erschien ab Februar 19 in der gleichnamigen Verlagsgesellschaft. "Die Rote Fahne" verstand sich wie die gesamte straff zentralistisch gelenkte kommunistische Parteipresse der Republik als "Sprachrohr der Massen" und Waffe im Klassenkampf. Auflage 1. 10. 20: 30 000, 1933: 130 000.

    Wie alle kommunistischen Zeitungen wurde "Die Rote Fahne" durch die Reichstagsbrandverordnung zunächst auf vier Wochen verboten und dann endgültig unterdrückt; letzte Nummer: 26./27. 2. 33.

    Fortsetzung als Exilzeitung der KPD ab Mitte Juli 33 monatlich ein- bis dreimal zuerst im Saarland, 1935/36 in der Tschechoslowakei, in Elsass-Lothringen, Belgien und Holland. Für die Matern wurde in verschiedenen Ländern gleichzeitig gesetzt, meist Dünndruck, oft fingierte Druckangaben, Beiträge ungezeichnet, Chefredakteur ab März 35: Alexander Abusch, Auflage 1933-39: 40 000-50 000, letzte Ausgabe: Nr. 6/39 (ohne Datum).