"Hitlerjunge Quex"

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Spielfilm (1933) von Steinhoff nach dem gleichnamigen Roman von K. A. Schenzinger; mit Heinrich George, Berta Drews, Claus Clausen; Prädikat: "Künstlerisch besonders wertvoll"; Premiere: München 16. 9. 33 (in Anwesenheit Hitlers). Die propagandistische Absicht des Films war die psychologische Vereinnahmung der deutschen Jugend für die nationalsozialistische Bewegung.


    Als historisches Vorbild des Quex wurde der 1932 im Berliner Straßenkampf umgekommene Hitlerjunge Norkus gewählt, der für die Hitlerjugend eine ähnliche Märtyrerrolle zu spielen hatte wie Wessel für die SA. Mit dem "Blutopfer" des kleinen Quex, der sich gegen alle Widerstände aus Elternhaus und Schule auf die Seite der Nationalsozialisten schlägt, wird laut "Reichsfilmblatt" die "Unverbrüchlichkeit des Geistes" beschworen, "der auf Gedeih und Verderb zum Führer und Vaterland steht" und der "unwürdigen demokratischen Vergangenheit" abgeschworen hat. Der Film wurde umrahmt vom HJ-Lied Schirachs "Unsre Fahne flattert uns voran".