"Schwarze Liste"

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Bezeichnung für ein amtliches Verzeichnis von Büchern, die aus öffentlichen Bibliotheken "ausgemerzt" werden sollten. Die am 16. 5. 33 im Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel veröffentlichte "Schwarze Liste" richtete sich gegen die "Asphalt-Literatur", die in drei Gruppen eingeteilt wurde: 1. zur Vernichtung bestimmt, wie z. B. Remarque ( Bücherverbrennung); 2. im "Giftschrank" zu verschließen, wie z. B. Lenin, der für spätere Auseinandersetzungen aufbewahrt werden sollte; 3. Zweifelsfälle, wie z.B. Traven.