"Signal"

    Aus Lexikon Drittes Reich

    im April 40 gegründete, repräsentative Auslandsillustrierte der deutschen Kriegspropaganda. "Signal" sollte für das nationalsozialistische Deutschland werben, die verbündeten Nationen unterstützen, "das Vertrauen und den Arbeitswillen der Bevölkerung besetzter Gebiete" gewinnen und die neutralen Staaten im "prodeutschen und antigegnerischen Sinne" beeinflussen. "Signal" sollte die "Zeitschrift des Neuen Europa" sein. Das Blatt erhielt wie "Das Reich" Sonderinformationen und vermied mit Rücksicht auf sein ausländisches Publikum die antisemitischen Propagandakampagnen der Inland-Presse. V. a. die europäische Jugend wurde gezielt angesprochen.

    "Signal" erschien 14-täglich als Ableger der "Berliner Illustrierten Zeitung" (BI) und wie diese im "Deutschen Verlag" (bis 1934 Ullstein) in Berlin. Die Zeitschrift wurde zeitweise in 20 Sprachen verbreitet unter der Verantwortlichkeit der Abteilung Wehrmachtpropaganda (Leiter: Hasso v. Wedel) beim Wehrmachtführungsstab; Gesamtauflage 1943: ca. 2,5 Millionen, davon ein Fünftel auf Deutsch, 800 000 auf Französisch; Hauptschriftleiter bis September 41: Harald Lechenberg, dann in Vertretung bis Frühjahr 42: Heinz von Medefind, dann bis Heft 2/45 Wilhelm Reetz und zuletzt Wirsing, der aber schon seit Mai 43 die eigentliche Verantwortung trug. Für die hervorragende technische Qualität von "Signal" war Franz Hugo Mößlang zuständig. Mitarbeiter waren u. a.: Heinrich Hunke, Walter Kiaulehn, Walter Grävell, Kurt Zentner, A. E. Johann; Zeichner u. a.: P. Ellgaard und Hans Liska. Letzte Nummer: 13. 4. 45.