"Thielbek"

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Frachter der deutschen Handelsflotte mit 2 800 BRT, der im Auftrag der Kriegsmarine in den letzten Kriegswochen deutsche Ostflüchtlinge nach Westen brachte. Wie die "Cap Arcona" wurde die "Thielbek" vom Reichskommissar für die Seefahrt Kaufmann Ende April 45 requiriert und musste 2 800 Häftlinge des evakuierten KZ Neuengamme aufnehmen, die mit unbeschreiblicher Brutalität in die Laderäume gepfercht wurden. Am 2. 5. 45 in die Neustädter Bucht ausgelaufen, wurde die "Thielbeck" am nächsten Tag Opfer eines britischen Luftangriffs gegen "feindliche Schiffsansammlungen". Von Raketen, Bomben und Bordwaffen getroffen, sank sie innerhalb einer Viertelstunde. Aus den Laderäumen gab es kein Entrinnen, fast alle Häftlinge kamen ums Leben. Die SS-Bewacher waren bereits geflohen.