Abstammungsnachweis

    Aus Lexikon Drittes Reich

    (Ariernachweis), aufgrund der Nürnberger Gesetze (15. 9. 35) von jedem deutschen Bürger im Dritten Reich zu erbringender Beweis, dass er "arischer Abstammung" sei. Mit Geburts- oder Tauf- und Heirats- oder Trau-Urkunden war zu belegen, dass kein Eltern- oder Großelternteil "vollartfremden, insbesondere jüdischen Blutes" war. Ein lückenloser Abstammungsnachweis war Voraussetzung für volle Bürgerrechte (auch Volksgenosse). Für die Aufnahme in die NSDAP und ihre Gliederungen war ein "großer Abstammungsnachweis " vorgeschrieben, der den Nachweis "deutscher oder artverwandter Abstammung" bis ins Jahr 1800 vorsah. Über Zweifelsfälle entschied eine Reichsstelle für Sippenforschung im Innenministerium. Bei der Urkundenbeschaffung konnte man die Hilfe beruflicher Sippenforscher in Anspruch nehmen.