Adam Kuckhoff

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller und Schauspieler

    geboren: 30. August 1887 Aachen gestorben: 5. August 1943 Berlin-Plötzensee


    Kuckhoff arbeitete nach dem Studium als freier Autor, schrieb Gedichte, war Schriftleiter der religiös-nationalen Zeitschrift "Die Tat" sowie u. a. Dramaturg und Spielleiter am Berliner Schauspielhaus. In seinem Hauptwerk, dem Gesellschaftsroman "Der Deutsche von Bayencourt" (1937), setzte sich Kuckhoff für die Verständigung der Völker und den Abbau des Nationalismus ein. Nach 1933 entwickelte sich der bürgerliche Intellektuelle Kuckhoff zum überzeugten Antifaschisten, fand Anschluss an die Widerstandsgruppe um Schulze-Boysen-Harnack (Rote Kapelle), für die er Aufrufe, Flugblätter, illegale Zeitschriften verfasste. 1942 wurde er von der Gestapo verhaftet und wegen "Landesverrats" hingerichtet.