Adam von Trott zu Solz

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Widerstandskämpfer

    geboren: 9. August 1909 in Potsdam gestorben: 26. August 1944 in Berlin


    Jurastudium, als Rhodes-Stipendiat längere Zeit in Oxford, 1934 Rückkehr, 1936 Assessor, Studienaufenthalte in Ostasien und in den Vereinigten Staaten, 1940 Eintritt in die Informationsabteilung des Auswärtigen Amts. Aus zutiefst christlicher Haltung heraus lehnte Trott zu Solz den Nationalsozialismus ab, schloss sich dem Kreisauer Kreis an und nutzte seine verzweigten internationalen Beziehungen zur Werbung um Unterstützung und Verständnis für den deutschen Widerstand. Im Juli 39 traf er mit dem britischen Premier Chamberlain zusammen, sondierte im Oktober 39 in Washington, traf sich 1943/44 mit britischen und amerikanischen Diplomaten in der Schweiz und unternahm letzte Verständigungsversuche im Juni 44 in Schweden. Immer ging es dem patriotischen Trott zu Solz um einen ehrenvollen Frieden für ein vom Nationalsozialismus befreites Deutschland, wobei er sich nicht scheute, sogar die "sowjetische Karte" zu spielen. Das aber weckte eher Argwohn. Trott zu Solz, der alle Gelegenheiten ungenutzt ließ, sich in Sicherheit zu bringen, wurde nach dem gescheiterten Staatsstreich vom Zwanzigsten Juli 44 am 15. 8. zum Tod verurteilt.