Adolf Ziegler

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Maler und Kunstpolitiker

    geboren: 16. Oktober 1892 Bremen gestorben: 18. September 1959 Varnahlt bei Baden-Baden


    Ziegler begegnete 1925 Hitler, der seine klassizistisch beeinflussten Arbeiten bewunderte und ihn später zum Kunstsachverständigen der NSDAP und 1933 zum Professor an der Münchener Kunstakademie berief. Ziegler spezialisierte sich auf allegorische, "penetrant naturalistische" Frauenakte (Spottname "Meister des gekräuselten Schamhaars") und Porträts (u. a. Geli Raubal). Mehr Wirkung als durch seine Kunst erzielte Ziegler allerdings als führender Kunstfunktionär des Dritten Reichs. 1936-43 war er Präsident der Reichskammer der Bildenden Künste und polemisierte gegen die moderne zeit- und gesellschaftskritische Kunst, die er als "Schrittmacher des internationalen Judentums" ausmachte. Im Auftrag Hitlers "reinigte" Ziegler 1937 die deutschen Museen und Galerien von entarteter Kunst und trug Beispiele zu einer Propagandaausstellung in München zusammen.