Adolf von Harnier

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Jurist

    geboren: 14. April 1903 München gestorben: 12. Mai 1945 Straubing


    Studium der Rechtswissenschaften in München, Augenzeuge des Hitler-Prozesses 1924, Anwaltstätigkeit. Harnier, 1934 zum katholischen Glauben konvertiert, war von Anfang an Gegner der Nationalsozialisten, insbesondere ihrer Rassenlehre. Er übernahm die Verteidigung drangsalierter Juden und verfolgter Geistlicher und machte sich schon damit der Gestapo verdächtig. Als er durch Spitzel der Propagierung einer konstitutionellen monarchischen Staatsform in privatem Kreis überführt wurde, erfolgte im August 39 seine Verhaftung. Nach fünfjähriger Untersuchungshaft wurde er 1944 zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt, erlebte noch die Befreiung durch die Amerikaner, starb aber, bevor ihn seine Frau nach Hause bringen konnte.