Agnes Miegel

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutsche Schriftstellerin

    geboren: 9. März 1879 in Königsberg gestorben: 26. Oktober 1964 in Bad Salzuflen


    Nach und neben journalistischen Arbeiten gewann Miegel in den 20er und 30er Jahren Ruhm als heimatverbundene Autorin von Balladen, Liedern und Erzählungen über "Herbst" und "Hirtenglück", Lieben und Leben in Ostpreußen. Miegel sympathisierte bereits vor 1933 mit den Nationalsozialisten, die sie wegen ihrer "Blut- und Boden-Romantik" und ihres Nationalismus (Verherrlichung von Hindenburgs Ostpreußensieg in "Deutschen Balladen", 1936) als "Große Meisterin" feierten und ihr u. a. 1940 den Goethepreis verliehen, weil sie "das Bild des ostdeutschen Menschen in Reinheit geformt hat". Mit Dichtungen über die vergangene ostpreußische Größe erhielt sich Miegel auch nach dem Krieg, besonders unter den Heimatvertriebenen, ein breites Publikum.