Akademie für deutsches Recht

    Aus Lexikon Drittes Reich

    1933 auf Initiative von H. Frank gegründetes Institut, seit 11. 7. 34 Körperschaft des öffentlichen Rechts des Reiches (RGBl. I, S. 605). Mitglieder der zunächst überwiegend aus Industriespenden finanzierten Akademie für deutsches Recht waren namhafte Vertreter von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft (u. a. Göring, Goebbels, C. Bosch, F. Flick, C. Schmitt, H. C. Nipperdey); Präsidenten waren Frank (1933-43) und Thierack (1942-45). Das ursprünglich von Frank mit der Akademie für deutsches Recht verfolgte Ziel einer Einflussnahme auf die nationalsozialistische Gesetzgebung wurde nicht erreicht, weil die Ministerialbürokratie ihre Zuständigkeiten erfolgreich verteidigte. Die Akademie für deutsches Recht entfaltete umfangreiche repräsentative und publizistische Tätigkeiten. Durch Veranstaltung attraktiver internationaler Kongresse trug sie zum Ansehen des Dritten Reichs bei. In ihren Ausschüssen wurde versucht, die Grundlagen für ein neues nationalsozialistisches Recht zu entwickeln (Volksgesetzbuch). Publikationen: "Jahrbuch der Akademie für deutsches Recht", (Monats-) "Zeitschrift der Akademie für deutsches Recht" und "Schriftenreihe der Akademie für deutsches Recht".