Albert Einstein

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Physiker

    geboren: 14. März 1879 in Ulm gestorben: 18. April 1955 in Princeton, New Jersey


    1901 als wissenschaftlicher Experte zum "Amt für geistiges Eigentum" (Patentamt) in Bern, 1909 Professor in Zürich, 1911 in Prag, 1912 wieder Zürich, 1914 bis 33 Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik in Berlin, seitdem am Institute for Advanced Study in Princeton, seit 1941 amerikanischer Staatsbürger. Schon früh war Einsteins überragende Bedeutung als theoretischer Physiker unbestritten: 1905 Entwicklung der Speziellen Relativitätstheorie, 1907 Gesetz der Äquivalenz von Energie und Masse, 1921 Physik-Nobelpreis für Arbeiten zur Quantentheorie. Als Jude aber sah sich Einstein bald antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt, die sich durch seine Entwicklung zum Pazifisten im Ersten Weltkrieg noch verschärften. Seine Mitgliedschaft in der Deutschen Liga für Menschenrechte wurde ihm in national(sozialistisch)en Kreisen als "Salonbolschewismus" verübelt und führte nach der Machtergreifung zur Einziehung des Vermögens und im März 34 zur Ausbürgerung. Der Neid der Experimentalphysiker (Lenard) verbündete sich mit der politisch-antisemitischen Verfolgung und suchte Einsteins wissenschaftliche Leistungen zu schmälern, denen wegen ihres "rein begrifflichen und formalen Charakters" keine praktische Bedeutung zukomme. Das wurde - auch für Einstein - erschreckend widerlegt durch den Bau der Atombombe, die Einstein sogar aus Furcht vor einer deutschen Entwicklung am 2. 8. 39 in einem Brief an US-Präsident Roosevelt angeregt hatte. Nach dem Krieg kämpfte Einstein vergeblich gegen den weiteren Ausbau der Nuklear-Arsenale und zog sich aus dem öffentlichen Leben immer weiter zurück. 1952 lehnte er die Wahl zum Präsidenten des jungen Staates Israel ab.