Albert Kesselring

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Generalfeldmarschall

    geboren: 20. November 1885 in Marktstift bei Kitzingen gestorben: 15. Juli 1960 in Bad Nauheim


    1904 Eintritt ins Heer, im Ersten Weltkrieg Artillerie- und Generalstabsoffizier, 1919 von der Reichswehr übernommen. Kesselring quittierte im Herbst 33 formal den Dienst, um als "Commodore " in das getarnte Luftwaffenverwaltungsamt einzutreten. Nach Übergang zur offenen Luftrüstung wurde er am 5. 6. 36 Generalstabschef der Luftwaffe und übernahm am 1. 10. 38 den Oberbefehl über die Luftflotte 1, mit der er am Polenfeldzug teilnahm. Im West- und Ostfeldzug befehligte Kesselring dann die Luftflotte 2 und wurde im Dezember 41 Oberbefehlshaber Süd mit der schwierigen Aufgabe der Kooperation mit dem italienischen Commando Supremo und mit dem eigenwilligen Rommel in Afrika. Nach dem Ausscheiden Italiens aus dem Krieg (September 43) übernahm Kesselring den Gesamtbefehl im Mittelmeerraum (21. 11. 43 Oberbefehlshaber Südwest) und wurde am 11. 3. 45 Oberbefehlshaber West. Am 15. 5. 45 geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft und wurde am 6. 5. 47 von einem britischen Militärgericht u. a. wegen Mitverantwortung für das Massaker in den Fosse Ardeatine zum Tode verurteilt, aber bald begnadigt und im Juli 52 aus dem Gefängnis Werl entlassen. Warum Kesselring sich allem Werben des Widerstands verweigert hatte, beantwortete 1953 sein Memoiren-Titel: "Soldat bis zum letzten Tag".