Albert Vögler

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Industrieller und Politiker

    geboren: 8. Februar 1877 Borbeck gestorben: 14. April 1945 bei Dortmund


    Bereits vor dem Ersten Weltkrieg war der Hütteningenieur Vögler ein prominenter Vertreter der Stahlindustrie. 1906-12 war er Direktor der Union AG für Eisen- und Stahlindustrie, 1915-26 Generaldirektor der Vereinigten Stahlwerke AG, des größten deutschen Stahlkonzerns. Daneben war er politisch aktiv: 1919 Mitglied der Nationalversammlung und 1920-24 MdR für die DVP. 1930-33 war Vögler einer der ersten Vertreter deutscher Wirtschaftskreise, die der NSDAP Geld zukommen ließen. 1932 schloss er sich dem Keppler-Kreis an. Im Januar 33 förderte Vögler mit anderen Repräsentanten der Stahlindustrie die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler. Im Dritten Reich war er Vorsitzender in zahlreichen Aufsichtsräten (u. a. Ruhrgas AG, Gelsenkirchener Bergwerks AG) und Mitglied in Koordinierungsgremien der Wirtschaft (u. a. im Generalrat der Wirtschaft), außerdem von 1933-45 MdR (ohne NSDAP-Mitglied zu sein). Gegen Kriegsende geriet Vögler in amerikanische Gefangenschaft und beging Selbstmord.