Alfred Eduard Frauenfeld

    Aus Lexikon Drittes Reich

    österreichisch-deutscher Politiker

    geboren: 18. Mai 1898 Wien gestorben: 10. Mai 1977 Hamburg


    Maurer, Bankbeamter. Der schriftstellernde Frauenfeld ("Dämmerung", Schauspiel 1925) trat 1928 der österreichischen NSDAP bei, wurde nach deren Verbot am 4. 12. 33 verhaftet, konnte aber aus dem Anhaltelager Wöllersdorf nach München entkommen. 1935 wurde Frauenfeld Geschäftsführer der Reichstheaterkammer und war seit 1942 in der deutschen Zivilverwaltung im Reichskommissariat Ukraine tätig. Für die dort begangenen Verbrechen der deutschen Besatzungsmacht wurde Frauenfeld im Januar 47 in Wien in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft verurteilt. Inzwischen wurde er in Niedersachsen als "Minderbelasteter" entnazifiziert, zog 1949 nach Hamburg, wo er die Niederlassung einer Baugesellschaft leitete.