Alfred Weidemann

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller und Filmregisseur

    geboren: 10. Mai 1918 Stuttgart


    Nach journalistischen Anfängen reüssierte Weidemann im Dritten Reich als Autor von mehreren HJ-Erzählungen und anderen Jugendbüchern, in denen er die nationalsozialistische Weltanschauung vorbehaltlos verherrlichte und unter dem Motto "Dienen ist Schweigen" bedingungslosen Gehorsam propagierte: u. a. "Trupp Plessen" (1937), "50 Jungen im Dienst" (Hans-Schemm-Preis 1937/38). Unter dem Pseudonym M. Derfla steuerte Weidemann eine Reihe von Hefterzählungen, in denen er u. a. den Angriff auf Polen rechtfertigte, zur "Kriegsbücherei der deutschen Jugend" bei. Von seinen Filmen wurde am bekanntesten der von Goebbels geschätzte Propagandafilm "Junge Adler" (1944, Buch zusammen mit Herbert Reinecker). Auch nach dem Krieg als Jugendbuchautor erfolgreich ("Gepäckschein 666", 1953 u. a.), widmete sich Weidemann immer mehr dem Film: u. a. "Canaris" (1954), "Der Stern von Afrika" (1956). Besonders beliebt waren in den 60er/70er Jahren seine Beiträge zur Fernsehserie "Der Kommissar".