Alliierter Kontrollrat

    Aus Lexikon Drittes Reich

    das nach dem Zusammenbruch auf der Rechtsgrundlage der Junideklaration vom 5. 6. 45 errichtete Organ der Alliierten zur Ausübung der obersten Regierungsgewalt in Deutschland. Mitglieder: die Oberbefehlshaber der Besatzungstruppen. Der Alliierte Kontrollrat tagte erstmals am 30. 7. 45, dann alle zehn Tage unter einem monatlich turnusgemäß wechselnden Vorsitzenden im Gebäude des Berliner Kammergerichts im amerikanischen Sektor Berlins. Aufgaben: Entscheidung aller Deutschland als Ganzes betreffenden Fragen, Sicherstellung einer einheitlichen Politik der Besatzungsmächte. Wegen der Unvereinbarkeit der britisch-amerikanischen mit der sowjetischen, zum Teil auch mit der französischen Besatzungspolitik konnte der Alliierte Kontrollrat in den meisten Fragen nicht die vorgeschriebene Einstimmigkeit erzielen. Ende des Alliierten Kontrollrats am 20. 3. 48 nach Austritt der Sowjetunion.