Andrei Andrejewitsch Wlassow

    Aus Lexikon Drittes Reich

    russischer General

    geboren: 1900 in Lomakino bei Nischni Nowgorod gestorben: 1. August 1946 in Moskau


    1919 Eintritt in die Rote Armee. Wlassow war bei Beginn des deutschen Russlandfeldzugs Kommandierender General des IV. Panzerkorps und verteidigte im September 41 Kiew als Oberbefehlshaber der 37. Armee. Nach Erfolgen bei der Schlacht um Moskau (Dezember 41) wurde Wlassow am 21. 3. 42 in den Wolchow-Kessel eingeflogen, wo er am 11. 7. 42 in deutsche Gefangenschaft geriet. Er stellte sich dem Smolensker Komitee zur Verfügung, verfasste am 10. 9. 42 sein erstes Flugblatt, das sowjetische Soldaten zum Überlaufen aufforderte, und bemühte sich um die Bildung einer Freiwilligenarmee aus sowjetischen Kriegsgefangenen zur Befreiung Russlands vom Bolschewismus. Die nationalsozialistische Führung aber benutzte ihn nur zu Propagandazwecken, hielt ihn hin und gestattete erst bei aussichtsloser Lage die Bildung von zwei Divisionen (Wlassow-Armee). Von US-Truppen 1945 gefangen genommen, wurde Wlassow an die Sowjetunion ausgeliefert.