Angela Raubal

    Aus Lexikon Drittes Reich

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    geboren: 4. Januar 1908 Linz gestorben: 18. September 1931 München


    ("Geli"), Nichte Hitlers (Tochter der Halbschwester Angela Raubal). Die hübsche, dunkelhaarige Raubal begann ein Medizinstudium in München, wo sie ihrem Onkel wiederbegegnete, der sie schon als Kind besonders gern gehabt hatte, und seine Geliebte wurde. Ihre Mutter übernahm Hitlers Haushaltsführung (bis 1935). Der in der Aufstiegsphase der NSDAP äußerst angespannte und wenig anwesende Politiker wachte (oder ließ wachen) eifersüchtig über jeden Schritt seiner Nichte. Seine Reglementierungen und die 1929 einsetzende Affäre mit Eva Braun führten nach manchen Auseinandersetzungen schließlich zu Raubals Selbstmord in Hitlers Wohnung am Prinzregentenplatz. Hitler überwand den Schock nie ganz; niemand außer ihm durfte Gelis Zimmer fortan betreten; Thorak erhielt den Auftrag für eine Raubal-Büste, die in der Neuen Reichskanzlei aufgestellt wurde; ein Raubal-Porträt von Ziegler hing, immer blumengeschmückt, im großen Zimmer des Berghofs.