Anne Frank

    Aus Lexikon Drittes Reich

    niederländische Schriftstellerin

    geboren: 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main gestorben: März 1945 in Bergen-Belsen


    Vor den nationalsozialistischen Judenverfolgungen setzte sich die Familie Frank 1933 nach den Niederlanden ab, wo Anne auch nach der deutschen Besetzung (Mai 40) bis 1942 die Schule besuchen konnte. Die Lage wurde aber so bedrohlich, dass die Familie Frank zusammen mit jüdischen Freunden am 9. 7. 42 im Hinterhaus der Amsterdamer Prinsengracht 263 untertauchte. Hier hielt Anne bis zum 1. 8. 44 Zwiesprache mit ihrem Tagebuch ("Liebe Kitty"), dessen kindliche Offenheit Angst und Elend der Gejagten, aber auch ihre Hoffnungen und Gebete erschütternd mitteilt. Am 4. 8. 44 entdeckte die Gestapo die Versteckten und deportierte sie in KZ und Vernichtungslager, nur Vater Otto Frank überlebte. Anne erlag einer Epidemie in Bergen-Belsen. Ihr gleich nach dem Krieg veröffentlichtes "Tagebuch der Anne Frank" trug in millionenfacher Auflage die Anklage gegen den nationalsozialistischen Terror und die Warnung vor dem Rassismus in alle Welt. Das Haus in der Prinsengracht ist heute Gedenkstätte.