Anthroposophie

    Aus Lexikon Drittes Reich

    (griechisch Weisheit vom Menschen), Weltanschauungslehre, begründet von Rudolf Steiner (1861-1925), in der christliche, indische, gnostische und kabbalistische Elemente verwoben sind; will dem Menschen helfen, "höhere" seelische Fähigkeiten und damit "übersinnliche" Kenntnisse zu gewinnen. Die Anhänger der Anthroposophie organisierten sich in der Anthroposophischen Gesellschaft mit Zentrum im "Goetheanum" in Dornach bei Basel. Der Nationalsozialismus bekämpfte die Anthroposophie als internationalistisch, pazifistisch und als "Feind des Rassegrundsatzes"; ihre Waldorf-Schulen mit der dem natürlichen Führerprinzip hohnsprechenden Pädagogik seien "Brutstätten der Talmuderei". Die Anthroposophische Gesellschaft wurde am 1. 11. 35 im Deutschen Reich verboten.