Antikominternpakt

    Aus Lexikon Drittes Reich

    gegen die "kommunistische Zersetzung" durch die Kommunistische Internationale, sprich: gegen die Sowjetunion gerichtetes, auf fünf Jahre ausgelegtes Vertragswerk, das der japanische Militärattaché in Berlin, Oshima, angeregt und unter Umgehung der jeweiligen Außenminister mit Ribbentrop ausgehandelt hatte. Der Antikominternpakt wurde am 25. 11. 36 von Japan und dem Deutschen Reich unterzeichnet, ein geheimes Zusatzprotokoll sah gegenseitige wohlwollende Neutralität für den Fall eines nicht provozierten sowjetischen Angriffs vor und verbot "ohne gegenseitige Zustimmung" gegen den Geist des Antikominternpakts gerichtete Verträge mit der Sowjetunion. Dem Antikominternpakt traten weiter bei, ohne den Geheimzusatz zu kennen: Italien (6. 11. 37), Ungarn und Mandschukuo (Februar 39), Spanien (März 39) sowie Finnland, Dänemark, Slowakei, Rumänien, Kroatien, Bulgarien und die Nanking-Regierung am 25. 11. 41, an dem der Antikominternpakt um fünf Jahre verlängert wurde. Er war die Vorstufe zum Dreimächtepakt, aber unwirksamer, denn selbst der Geheimzusatz hinderte weder Hitler am Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffsvertrag (23. 8. 39) noch Japan am Neutralitätsabkommen mit Moskau (13. 4.41). Mit der deutschen Kapitulation (8.5. 45) wurde der Antikominternpakt gegenstandslos.