Anton Erkelenz

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Gewerkschaftler, Schlosser

    geboren: 10. Oktober 1878 Neuß gestorben: 25. April 1945 Berlin


    1902 Sekretär im Hirsch-Dunckerschen Gewerkverein, 1919 Abgeordneter der DDP in der Nationalversammlung, Chefredakteur der liberalen Zeitschrift "Die Hilfe" und des Metaller-Blatts "Regulator". Erkelenz bekämpfte Kommunismus und Materialismus, setzte sich aber ein für aktive Sozialpolitik und Demokratisierung des Wirtschaftslebens. Trotz ideologischer Vorbehalte trat er 1932 der SPD bei, um die "nationalsozialistische Seuche" einzudämmen. Ein letzter Versuch Erkelenz', nach Hitlers Machtergreifung einen überparteilichen Gewerkschaftszusammenschluss zu erreichen, scheiterte. Erkelenz zog sich aus dem politischen Leben zurück. Der Antikommunist, der Kontakt hatte zum Kreis um Leber, wurde am Tag nach dem sowjetischen Einmarsch in seinem Garten in Zehlendorf erstochen aufgefunden.