Arbeitsscheue

    Aus Lexikon Drittes Reich

    gemäß Erlass vom 26. 1. 38 alle arbeitsfähigen stellungslosen Männer, die in zwei Fällen angebotene Arbeit ausgeschlagen oder sie kurz nach Dienstantritt wieder verlassen hatten. Dabei war es unerheblich, ob die angebotene Arbeit zumutbar oder der Qualifikation angemessen war. Die Gestapo war angewiesen, Arbeitsscheue ins KZ Buchenwald einzuweisen. Behilflich beim Aufspüren von Arbeitsscheuen waren die Arbeitsämter und das Arbeitsbuch. Gegen die Verhaftung gab es keine Rechtsmittel. Die Kampagne gegen Arbeitsscheuen diente der Ausschöpfung der Arbeitsmarktreserven zur Erfüllung des Vierjahresplans.