Arier

    Aus Lexikon Drittes Reich

    ursprünglich rein sprachwissenschaftliche Bezeichnung für die indogermanischen Einwanderer in Persien und Indien im Unterschied zur Urbevölkerung; im 19. Jahrhundert von Gobineau als wertende Rassebezeichnung verwendet, wobei der größte Wert innerhalb der ohnehin höchststehenden weißen Rasse dem Arier zukomme, dem wieder "der" Germane am nächsten stehe. In diesem Sinne in den nationalsozialistischen Sprachgebrauch übernommen, entwickelte sich der Begriff allmählich zur puren Abgrenzungsbezeichnung gegen die Juden als Verkörperung des Nicht-Ariers und wurde gleichbedeutend mit "Angehörige der nordischen Rasse". Wegen dieser Einengung wurde die Bezeichnung arisch zunehmend verdrängt durch Prägungen wie "deutschen oder artverwandten Blutes" und deutschblütig.