Aristide Briand

    Aus Lexikon Drittes Reich

    französischer Politiker

    geboren: 28. März 1862 in Nantes gestorben: 7. März 1932 in Paris


    Journalist und Jurist; zunächst Sozialist, nach 1910 gemäßigter Sozialrepublikaner. Briand war von 1906-32 zehnmal Ministerpräsident bzw. Außenminister und leitete zehn Jahre lang das Außenministerium, wobei v. a. die ununterbrochene Amtszeit von 1925-32 bedeutsam wurde. Zusammen mit Stresemann leitete Briand die Politik der deutsch-französischen Verständigung durch den Locarnopakt ein und erhielt dafür mit Stresemann zusammen den Friedensnobelpreis für 1926. Im eigenen Land sah er sich dagegen zunehmend Angriffen als "Lakai Deutschlands" ausgesetzt und konnte seinen Abrüstungskurs nicht durchsetzen.

    Sein Europamemorandum vom Mai 30 wurde nach 1945 in der europäischen Einigung wieder aufgegriffen.