Arno Breker

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Bildhauer

    geboren: 19. Juli 1900 in (Wuppertal-)Elberfeld gestorben: 13. Februar 1991 in Düsseldorf


    ging nach Studien in Düsseldorf 1928-32 nach Paris und ließ sich 1933 in Berlin nieder. Seine Plastiken für das Olympiastadion (Silbermedaille 1936) gefielen Hitler und seinem Baumeister Speer so gut, dass Breker mit Staatsaufträgen überhäuft wurde. Kulturideologe Rosenberg sah in den Monumentalfiguren die "Wucht und Willenhaftigkeit" der Zeit repräsentiert. Breker schuf u. a. für die Neue Reichskanzlei die heroischen Standbilder "Partei" und "Wehrmacht", die das Hauptportal flankierten. 1938 wurde er Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin, 1942 veranstaltete die Vichy-Regierung in Paris eine große Breker-Ausstellung, auf der der greise Bildhauer Maillol Breker als "deutscher Michelangelo" feierte. Die Kritik nach Kriegsende dagegen hielt Breker nicht nur die Dienste für ein verbrecherisches Regime vor, sondern bemängelte auch das "hohle Pathos" der "verbissenen" Großplastiken. Breker, als Mitläufer eingestuft, arbeitete nun als Architekt und Bildhauer für den Gerling-Konzern und beklagte in seinen Memoiren ("Im Strahlungsfeld der Ereignisse", 1972) die angebliche Hexenjagd gegen ihn und seine Kunst.