Artamanen

    Aus Lexikon Drittes Reich

    (künstliches Wort aus mittelhochdeutsch "art" = Ackerbau und "manen" = Männer), Mitglieder des 1924 gegründeten Bundes Artam, einer nationalistisch-völkischen Gruppe, die verstärkte deutsche Ostsiedlung, Eindämmung der Landflucht und ein inniges Verhältnis von Blut und Boden zu ihrem Programm zählte. Die aus dem völkischen Flügel der Jugendbewegung hervorgegangenen Artamanen propagierten schon früh einen ländlichen Arbeitsdienst ( Reichsarbeitsdienst), forderten die Rücksiedlung der polnischen Landarbeiter aus den östlichen Reichsprovinzen und entwickelten schon die Muster des späteren SS-Rassismus. Nicht von ungefähr gehörten zu den ca. 2 000 Artamanen (1924) Himmler, der spätere Reichsbauernführer Darré sowie der nachmalige Auschwitz-Kommandant Höß. Der Bund der Artamanen wurde 1933 von der NSDAP aufgesogen.