Arthur Moeller van den Bruck

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller

    geboren: 23. April 1876 in Solingen gestorben: 30. Mai 1925 in Berlin


    Nach historischen, kunst- und literaturwissenschaftlichen Arbeiten ("Die Deutschen. Unsere Menschengeschichte", 8 Bände, 1904-10) wandte sich Moeller van den Bruck als führender Theoretiker des "jungkonservativen" Kreises um die Zeitschrift "Das Gewissen" der politischen Publizistik zu, propagierte unter dem Einfluss von Nietzsche und H. S. Chamberlain, von nationalem Preußentum und Sozialismus eine Hinwendung zum Osten: Von den "jungen Völkern des Ostens", aber auch den "technisch führenden Nordamerikanern" und den "weltanschaulich-kulturell begabten Deutschen" sollte eine Überwindung des "alten Westeuropa" ausgehen, eine Neuordnung von "Raum und Volk". Mit seiner idealistisch-programmatischen Schrift "Das Dritte Reich" (1923) lieferte Moeller van den Bruck den Nationalsozialisten ihr griffigstes Schlagwort, obwohl sein Konzept des Dritten Reichs von diesen abgelehnt wurde, da er sich auf ein "einheitliches Kulturbewusstsein" als dessen Grundlage berief und nicht auf die "blutmäßig-rassische" Bindung (Drittes Reich).