Atombombe

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Waffe, die die bei der Atomkernspaltung frei werdende Energie nutzt und damit eine allen traditionellen Sprengstoffen weit überlegene Kraft entwickelt. Eine Atombombe wurde möglich nach Entdeckung der Urankernspaltung durch den deutschen Chemiker Otto Hahn (1879-1968) und sein Team im Dezember 38. Die für einen Bau der Atombombe erforderliche Industriekapazität war in Deutschland aber nicht vorhanden, zudem standen Vorurteile gegen die "jüdische Atomphysik" im Wege, so dass die Atombombenentwicklung nicht über Ansätze hinauskam. Die Sorge davor jedoch veranlasste Einstein am 2. 8. 39 zu einem warnenden Brief an US-Präsident Roosevelt, der die Entwicklung der Atombombe, das so genannte Manhattan Project, in Auftrag gab. Sie wurde durch deutsche Ankündigungen von Wunderwaffen forciert; die Atombombe aber war erst nach Kriegsende in Europa einsatzbereit, so dass Japan Opfer der ersten Atombombenabwürfe wurde: 6. 8. 45 Hiroshima, 9. 8. 45 Nagasaki.