Außenpolitisches Amt der NSDAP

    Aus Lexikon Drittes Reich

    (APA), am 1. 4. 33 in bewusster Konkurrenz zum Auswärtigen Amt errichtete Parteidienststelle unter Rosenberg. Sie sollte gegen die außenpolitischen Traditionalisten des Diplomatischen Korps die "dynamische Linie" der nationalsozialistischen Außenpolitik zur Geltung bringen, konnte sich aber nie recht gegen die Auslandsorganisation unter Bohle, die Dienststelle Ribbentrop und die Außenamtschefs Neurath und Ribbentrop durchsetzen. Da Hitler die Entwürfe des Außenpolitischen Amts der NSDAP (1938: 80 Mitarbeiter) nicht nutzte und Rosenbergs diplomatische Fähigkeiten nach dem Fehlschlag einer Englandmission (Mai 33) misstraute, sah sich das Außenpolitische Amt der NSDAP vornehmlich auf Kontakte zu den faschistischen "Bruderparteien" beschränkt. Versuche des Außenpolitik, das antisemitische Potential in anderen Staaten für deutsche außenpolitische Ziele einzuspannen, blieben bedeutungslos. Erst als Rosenberg Minister für die besetzten Ostgebiete wurde (17. 7. 41), wurden außenpolitische Impulse aus dem Außenpolitischen Amt der NSDAP in bescheidenem Maß wirksam.