Ausgebombt

    Aus Lexikon Drittes Reich

    im Volksmund Bezeichnung für das amtsdeutsche "fliegergeschädigt", d. h. obdachlos durch Bombenwirkung. Da der Luftkrieg 1939-45 zunächst von der Luftwaffe, dann auch von den alliierten Bomberflotten völkerrechtswidrig geführt wurde, verloren allein im Deutschen Reich 13,7 Millionen Menschen ihre Wohnungen und galten damit als total ausgebombt. In dieser Zahl sind Teilschäden nicht enthalten. In Gerichtsverfahren wegen Kritik an der Staatsführung oder "wehrkraftzersetzender" Äußerung galt Ausbombung unmittelbar vor dem Delikt als mildernder Umstand.