Auslandsdeutsche

    Aus Lexikon Drittes Reich

    in fremden Staaten lebende Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit im Gegensatz zu den Volksdeutschen, die die Staatsangehörigkeit der Gastländer besaßen. Zu den Auslandsdeutschen gehörten auch die Seeleute auf Fahrt. Die Zahl der Auslandsdeutschen wuchs mit dem Versailler Vertrag durch die deutschen Gebietsabtretungen sprunghaft an (insgesamt 1934 ca. eine Million). Sie organisierten sich u. a. im Bund der Auslandsdeutschen (Berlin), der auch die ins Reich rückwandernden Auslandsdeutschen betreute. Er wurde nach der Machtergreifung von der Auslandsorganisation der NSDAP aufgesogen. Die Auslandsdeutschen wurden von der nationalsozialistischen Propaganda gezielt als fünfte Kolonne genutzt und waren besonders anfällig für die nationalistischen Parolen des Dritten Reiches.