Bürgerbräu-Attentat

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Bombenanschlag auf Hitler im Münchner Bürgerbräu-Keller am 8. 11. 39, anlässlich seiner alljährlichen Rede vor Alten Kämpfern. In monatelanger heimlicher Nachtarbeit hatte der Schreiner Elser in eine Säule des Saals hinter dem Rednerpult eine starke Zeitzünder-Sprengladung eingebaut. Sie detonierte um 21.20 Uhr, brachte die Deckenkonstruktion zum Einsturz und tötete sieben Personen, eine achte starb später an Verletzungen. Hitler, der als Kriegsverursacher hatte ausgeschaltet werden sollen, war vorzeitig um 21.13 Uhr gegangen. Die Spekulationen sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der nationalsozialistischen Führung über Hintermänner reichten von "britischer Geheimdienst" bis zu "Nachhilfe von oben". Doch weder erwies sich die Propaganda-Theorie als stichhaltig, noch konnte die Gestapo Hitler die gewünschten "ausländischen Drahtzieher" liefern. Es blieb bei der Alleintäterschaft Elsers, der bei Kriegsende, als der erhoffte Schauprozess illusorisch war, im KZ Dachau liquidiert wurde.