Bamberger Führertagung

    Aus Lexikon Drittes Reich

    der NSDAP, von Hitler für den 14. 2. 26 anberaumtes Treffen der Gauleiter der wiedergegründeten Partei, in der während Hitlers Haft nach dem gescheiterten Putsch vom 9. 11. 23 Flügelkämpfe aufgebrochen waren. Die Wahl des Orts wies deutlich auf Hitlers Absichten hin, das Gewicht seiner süddeutschen Gefolgschaft gegen die sozialrevolutionär orientierte "Arbeitergemeinschaft" der nord- und westdeutschen Gauleiter auszuspielen. Vordergründig ging es um die Haltung der Partei in der Frage der Fürstenenteignung. Hitlers programmatische Rede dazu entschied aber zugleich die ideologischen Zwistigkeiten im antisozialistischen Sinn gegen Gregor Strasser und zugunsten der nationalistisch-populistischen Vorstellungen G. Feders. Die Bamberger Führertagung verhinderte ein Auseinanderdriften der Parteiflügel und markiert den Beginn der Karriere des jungen Goebbels, der aus dem Strasser-Lager zu Hitler umschwenkte und bald darauf Gauleiter von Berlin wurde.