Barmat-Skandal

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Korruptionsaffäre um den Konzern der aus Russland eingewanderten jüdischen Brüder Barmat 1924/25. Auf Gerüchte, die Firma, bei der 14 000 Menschen arbeiteten, habe sich durch Schmiergelder öffentliche Förderung erschlichen, reagierte der Reichstag am 9. 1. 25 durch Bestellung eines Untersuchungsausschusses. Obwohl klare Beweise fehlten, musste Postminister Höfle (Zentrum) zurücktreten, der ehemalige Reichskanzler Bauer (SPD) wurde im Zusammenhang mit dem Barmat-Skandal aus der Partei ausgeschlossen. Die Affäre wurde von Kommunisten wie Nationalsozialisten ("Verjudung") zu republikfeindlicher Propaganda ausgeschlachtet.