Beamte

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Angehörige des öffentlichen Dienstes, die in einem besonderen Treueverhältnis stehen. Grundlage für die Schaffung einer dem Nationalsozialismus verpflichteten und auf Hitler persönlich eingeschworenen (Eid) Beamtenschaft waren im Dritten Reich das Berufsbeamtengesetz vom 7. 4. 33 (RGBl I., S. 175) und das Deutsche Beamtengesetz vom 27. 1. 37 (RGBl I., S. 41). Der von der Weimarer Verfassung vorgesehene unparteiische, auf Lebenszeit berufene Staatsdiener wurde beseitigt. Politisch unzuverlässige und jüdische Beamte wurden entlassen oder in den Ruhestand versetzt, die meisten Schlüsselpositionen mit bewährten, der Partei z. T. schon vor 1933 beigetretenen Nationalsozialisten besetzt. An ihren Dienststellen wurden die Beamten in nationalsozialistischen Zellen politisch geschult und kontrolliert. 1939 waren sie zu 28,2 % NSDAP-Mitglieder. Das Grundgesetz der Bundesrepublik knüpfte beamtenrechtlich an die Weimarer Verfassung an, ermöglichte aber eine weitreichende Kontinuität in der personellen Zusammensetzung des Beamtenapparats durch die Regelung in Artikel 131.