Berliner Vertrag

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutsch-sowjetisches Sicherheits- und Neutralitätsabkommen vom 24. 4. 26 als östliche Flankierung des Locarnopakts. Der Berliner Vertrag sollte sowjetischen Befürchtungen einer einseitigen deutschen Westbindung entgegenwirken, hatte eine antipolnische Spitze und förderte die geheime Zusammenarbeit zwischen Reichswehr und Roter Armee. Auf zunächst fünf Jahre verpflichteten sich die Partner zu strikter Neutralität bei Konflikten des anderen und Nichtbeteiligung an Boykottmaßnahmen. 1931 verlängert, wurde der Berliner Vertrag auch von Hitler am 24. 6. 33 auf weitere fünf Jahre bestätigt, da er in der Phase der außenpolitischen Konsolidierung des Dritten Reiches Turbulenzen vermeiden wollte.