Berthold Otto

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Pädagoge

    geboren: 6. August 1859 Bienowitz (Schlesien) gestorben: 29. Juni 1933 Berlin


    Studium der Sprachwissenschaften und der Soziologie, Hauslehrer, Lexikonredakteur. Otto gründete 1906 in Berlin-Lichterfelde eine "Hauslehrerschule" (Berthold-Otto-Schule), in der er seine reformpädagogischen Ideen propagierte: Schule habe beizutragen zu organischer Volksbildung durch Weckung der "Urkräfte des Kindes" mit Hilfe seiner "Altersmundart". V. a. Ottos Definition des Volks als "Gesamtorganismus", in den das Kind hineinwachsen müsse, hatte es den nationalsozialistischen Pädagogen angetan, die Otto zu ihren Wegbereitern zählten. Sein Hauptwerk "Volksorganisches Denken" (4 Bde., 1924-26) gehörte zur Musslektüre angehender Lehrer und Erzieher im Dritten Reich.