Betriebsgemeinschaft

    Aus Lexikon Drittes Reich

    in der vom Arbeitsordnungsgesetz vom 20. 1. 34 geschaffenen nationalsozialistischen Arbeitsverfassung die "Zelle des Arbeitslebens", feudalistisch aufgebaut auf der Pflicht des Betriebsführers zur "Fürsorge für das Wohl der Gefolgschaft" und die "Verpflichtung der Gefolgschaft zur Treue". Die Betriebsgemeinschaft war nach dem Führerprinzip organisiert, d. h. die Mitwirkungsrechte der Belegschaft waren auf beratende Funktion im Vertrauensrat reduziert, staatliche Treuhänder der Arbeit waren übergeordnete Kontrollinstanzen. Im Einvernehmen mit diesen erließ der Unternehmensleiter die Betriebsordnung für die Betriebsgemeinschaft, die bei größeren Firmen in so genannte Betriebsblocks und Betriebszellen und Führung je eines DAF-Funktionärs untergliedert war. Die Betriebsgemeinschaft spiegelt so im Kleinen das vom Nationalsozialismus angestrebte Ideal der Volksgemeinschaft als Ergebnis der "Überwindung des Klassenkampfes".