Brigitte Horney

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutsche Schauspielerin

    geboren: 29. März 1911 in Berlin gestorben: 27. Juli 1988 in Hamburg


    Horney gehörte durch nicht nur beim deutschen Publikum populäre, anspruchsvollere Unterhaltungsfilme wie "Savoy-Hotel 217" (1936), "Befreite Hände" (1939), "Münchhausen" (1943) zu den wenigen international angesehenen Stars des deutschen Films. Als "kultivierte" und "charaktervolle" Darstellerin von den Nationalsozialisten geschätzt und neben Z. Leander, K. Söderbaum, A. Ondra am höchsten bezahlte Schauspielerin, spielte Horney "anrüchige Kneipensängerinnen" ("Liebe, Tod und Teufel") wie "rumänische Untermenschen" ("Die Stadt Anatol"). Nach dem Krieg ging Horney in die USA, wo sie sich um das Lebenswerk ihrer Mutter, der Psychoanalytikerin Karen Horney (1885-1952), kümmerte, die wegen der Kritik an ihrem sozialen Engagement und ihren Therapiemethoden Berlin bereits 1932 verlassen hatte. In der Bundesrepublik übernahm Horney vereinzelt Rollen beim Film (u. a. im antisowjetischen Kriegsfilm "Nacht fiel über Gotenhafen", 1960) und wirkte bis zuletzt in populären Fernsehfilmen und -serien mit (u. a. "Jakob und Adele", "Das Erbe der Guldenburgs").