Bund der Auslandsdeutschen

    Aus Lexikon Drittes Reich

    (BdA), am 18. 8. 19 in Berlin gegründete Interessenvertretung der Auslandsdeutschen, deren Zahl durch die Gebietsabtretungen nach dem Versailler Vertrag stark angewachsen war. Ziel des Bunds der Auslanddeutschen war die Volkstumspflege und die wirtschaftliche Unterstützung der Auslandsdeutschen, die ihr Eigentum durch Beschlagnahme ganz oder teilweise eingebüßt hatten. Er erreichte Entschädigungen von über 500 Millionen RM bis 1928. Nach der Machtergreifung wurde der Bund der Auslanddeutschen auf die Betreuung der ins Reich zurückgewanderten Auslandsdeutschen (ca. 300 000) beschränkt, die außerhalb lebenden gehörten zum "Gau Ausland" der Auslandsorganisation der NSDAP oder waren im Verband deutscher Vereine im Ausland organisiert. 1939 löste sich der Bund der Auslanddeutschen auf. Organ: "Auslandswarte" (1919-36).