Carl Lampert

    Aus Lexikon Drittes Reich

    österreichischer katholischer Theologe

    geboren: 9. Januar 1894 Göfis bei Feldkirch gestorben: 13. November 1944 Zuchthaus Halle (hingerichtet)


    1930 am Gerichtshof der Kurie in Rom, 1938 Rückkehr nach Innsbruck an die Apostolische Administratur. Lampert wehrte sich entschieden gegen die nationalsozialistischen Beschränkungen des kirchlichen Lebens, wurde mehrfach verwarnt, kam wegen eines Nachrufs auf einen im KZ umgekommenen Mitpriester selbst für ein Jahr ins KZ Dachau und wurde nach der Entlassung nach Stettin verbannt. Dort kümmerte er sich besonders um Zwangsarbeiter und Soldaten. Seine Diskussionskreise aber weckten den Argwohn der Gestapo, die sich über einen Spitzel Material gegen Lampert verschaffte, das im Februar 43 zu seiner Verhaftung führte. Nach Monaten in Ketten und einer Farce von Prozess vor dem Reichskriegsgericht erging das Todesurteil wegen "Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung".