Carl Röver

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Politiker

    geboren: 12. Februar 1889 Lemwerder (Oldenburg)


    Kaufmann, im Ersten Weltkrieg 1916-18 in der Propagandaabteilung der Obersten Heeresleitung, 1923 NSDAP-Beitritt, 1928 Gauleiter Weser-Ems ("Ostfriesenführer"), 1930 Mitglied des Reichstags. Röver wurde am 16. 6. 32 erster nationalsozialistischer Ministerpräsident eines deutschen Lands in Oldenburg. Sein sogleich einsetzender Streit mit der evangelischen Kirche wegen der Predigt eines schwarzen Pastors ("Kulturschande") zeigte, was von der nationalsozialistischen Kulturpolitik zu erwarten war. 1933 wurde Röver Reichsstatthalter in Oldenburg und Bremen.