Charakter

    Aus Lexikon Drittes Reich

    (wörtlich: das Eingeprägte), Gesamtheit der moralischen und Gemütseigenschaften. Die nationalsozialistische Ideologie beschrieb Charakter als Miteinander von Gesinnung, Haltung und Handlungsweise des Menschen, die sich aus seiner Zugehörigkeit "zu einer bestimmten Rasse notwendig" ergäben, "durch Vererbung überkommen" seien. Daher sei Charakter-Bildung wichtiger als herkömmliche Bildung. Als Schlagwort für die Bestimmung des nationalsozialistischen Menschenbilds findet sich der Begriff Charakter auch in einer Reihe von Ableitungen und Zusammensetzungen: Charaktereigenschaften: "Gefühlsanlagen und Ausrichtungen des Willens"; Charakterkunde: Lehre von der rassischen Bedingtheit des Charakters, der über Erziehung und "selbstgestalterischen Willen" nur in einem "gewissen Maß" veränderbar ist; Charakterwerte: "letzter Maßstab" (Rosenberg) bei der Beurteilung eines Menschen auf seine Eignung für die "Volksgemeinschaft".