Clara Zetkin

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutsche Politikerin

    geboren: 5. Juli 1857 in Wiederau, Sachsen gestorben: 20. Juni 1933 in Archangelskoje bei Moskau


    (geborene Eißner), 1878 SPD-Beitritt, ab 1891 Herausgeberin der Frauenzeitschrift "Gleichheit". Zetkin organisierte im Jahr 1900 die erste Frauenkonferenz der SPD, deren linkem Flügel sie angehörte, und trat 1918 zur KPD über, für die sie 1920-33 MdR war. Als Frauenrechtlerin und engagierte Pazifistin war Zetkin, die sich seit dem Krieg viel in Russland aufhielt, scharfen (auch persönlichen) Angriffen der Nationalsozialisten ausgesetzt. Als Alterspräsidentin eröffnete sie am 30. 8. 32 den Reichstag, in dem die NSDAP mit 230 Sitzen die bei weitem stärkste Fraktion stellte, und rief trotz tumultartiger Störungen von rechts zur Bildung einer antifaschistischen Einheitsfront auf. Bald darauf verließ sie schwer krank Deutschland.