Deportation

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Zwangsverschickung von Menschen, meist in größeren Gruppen, in Gebiete außerhalb des angestammten Siedlungsgebiets durch den eigenen Staat oder eine Besatzungsmacht; völkerrechtlich nur als "ordnungsmäßige Kriminalstrafe" und unter menschenwürdigen Umständen zulässig. Beiden Bedingungen entsprachen in keinem Fall die nationalsozialistischen Deportationen vor allem jüdischer Menschen (ca. 4,5 Millionen) (Endlösung) im deutschen Machtbereich in die Vernichtungslager; auch die Deportation von etwa fünf Millionen Menschen im Krieg aus den von der Wehrmacht besetzten Gebieten zur Zwangsarbeit in deutschen Rüstungsbetrieben war völkerrechtswidrig; der dafür verantwortliche "Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz", Sauckel, wurde im Nürnberger Prozess zum Tod verurteilt.

    Über die Deportation von Deutschen aus den Ostgebieten nach dem Krieg: Vertreibung.